Rundgang durch die Kirche

Herzlich willkommen in der Grabower Stadtkirche St.Georg!
Auf den folgenden Seiten erfahren Sie vieles über die Grabower Stadtkirche St. Georg. Wir haben für Sie Informationen zusammengetragen, Bilder beschriftet und aufbereitet. Sollten Sie Fehler oder Ungereimtheiten entdecken, bitten wir Sie um Nachsicht. Gerne können Sie uns eine Nachricht auch mit ergänzenden Informationen senden. Wir wünschen Ihnen einen interessanten Rundgang und eine angenehme Zeit beim Kennenlernen unserer Kirche. 

Ihre Grabower Kirchengemeinde.

Rundgang durch die Kirche

Herzlich willkommen in der Grabower Stadtkirche St.Georg!
Auf den folgenden Seiten erfahren Sie vieles über die Grabower Stadtkirche St. Georg. Wir haben für Sie Informationen zusammengetragen, Bilder beschriftet und aufbereitet. Sollten Sie Fehler oder Ungereimtheiten entdecken, bitten wir Sie um Nachsicht. Gerne können Sie uns eine Nachricht auch mit ergänzenden Informationen senden. Wir wünschen Ihnen einen interessanten Rundgang und eine angenehme Zeit beim Kennenlernen unserer Kirche. 

Ihre Grabower Kirchengemeinde.

map

Altar

 

Schlussstein Rosette

 

Taufbecken

 

Lutherbild

 

Kreuzigungsgemälde

 

Grabower Altar

 

Kanzel

 

Orgel

 

Engelstatue

 

Kronleuchter

 

Glocken

 

Der ehemalige „Grabower Altar“,  jetzt in der Hamburger Kunsthalle zu sehen, ist ein bedeutendes Werk des Meister Bertram von Minden, 1379 geschaffen.Prof. Lichtwark (Leiter der Kunsthalle) betreibt 1903 den Ankauf des mittelalterlichen Altarschreines für 65.000 Mark durch die Stadt Hamburg. Der heutige Altaraufsatz (im neugotischen Stil) wird 1906 als Triptychon von Fritz Greve aus Charlottenburg gemalt (Geburt, Kreuzigung, Auferstehung v.l.n.r.).

Das Steingewölbe im Chorraum muss 1874 wegen Baufälligkeit abgetragen und durch eine Holzkonstruktion ersetzt werden. Diese Konstruktion bildet ein Gewölbe nach. Am Zusammentreffen der Rippen sind zwei „Schlusssteine“ nachempfunden worden. Ihre farbliche Gestaltung wurde bei Malerarbeiten 1997 wieder entdeckt.

Es ist 1785 von der Müllerfamilie Bollbrügge gestiftet worden. Ein Hinweis auf das Neue Testament finden wir im oberen Rand eingearbeitet:„Wer zum Glauben kommt und sich taufen lässt, wird gerettet. Wer nicht glaubt, den wird Gott verurteilen.“ (Markusevangelium Kapitel 16, Vers 16, aus „Gute Nachricht für dich“)

Dieses Renaissance-Schnitzwerk von 1555 ist nach Zarrentin wohl die zweitälteste protestantische Kanzel in Norddeutschland. In der Brüstung des Korbes sind in Steinreliefs neutestamentliche Motive abgebildet (Geburt und Taufe Jesu, Gleichnis vom Guten Hirten, Kreuzigung, Auferstehung, Aussendungder Apostel, Himmelfahrt, Pfingsten v.l.n.r.).(vergl. Dehio, Ausgabe 2000)

Der ehemalige „Grabower Altar“,  jetzt in der Hamburger Kunsthalle als „Petri-Altar“ zu sehen, ist ein bedeutendes Werk des Meister Bertram von Minden, 1379 geschaffen. Prof. Lichtwark (Leiter der Kunsthalle) betreibt 1903 den Ankauf des mittelalterlichen Altarschreines für 65.000 Mark durch die Stadt Hamburg. Anlässlich der 750 Jahrfeier der Stadt Grabow (2002) schenkte die Hamburger Kunsthalle der Kirchengemeinde ein Modell des Altars von Meister Bertram.

Die im Jahr 1885 von Friedrich Friese, Schwerin, gebaute Orgel (Friese III-Orgel), ist das fünftgrößte Instrument aus seiner Werkstatt. Ungewöhnlich ist die Aufstellung, denn die Prospektfront ist in voller Breite in die Emporenbrüstung integriert. Fünfundzwanzig Register auf zwei Manualen und einem Pedal stehen zum Musizieren zur Verfügung.

Die Engelstatue wurde von Ernst-Otto Tiede (Jahrgang 1938) aus Güritz geschaffen. Er schreibt dazu:

“Diese Statue entstand in der Zeit von 2009 bis 2011. Sie gründet auf ein außergewöhnliches Erlebnis im Jahre 1960. In einer für mich sehr gefährlichen Situation hat mir eine Stimme geholfen. Diese Stimme war für mich sehr deutlich und klar und kam zum rechten Zeitpunkt. Das war für mich lange unerklärlich. Nach vielen Jahren kam dann wieder plötzlich die Erklärung: Ein Engel hat mir geholfen. Und nach weiteren Jahrzehnten war ich bereit, dieses besondere Erlebnis in einer Holz-Statue öffentlich zu machen. Mein Engel hat keine Flügel, aber der ihm umgebundene Rahmen soll darstellen, dass er im Kraftfeld Gottes steht. Engel sind Gottes Boten und sie gehören zusammen. Die Skulptur ist aus einem Pappelstamm gefertigt. Der Stamm lag etwa 6 Jahre auf unserem Hof, war dann aber noch nicht durchgetrocknet, was zu erkennen ist. Die starken Risse im Holz sind natürlich und wurden so belassen. Diese Skulptur ist kein Kunstwerk. Sie ist einfach gehalten. Vielleicht kann sie etwas von der Sanftmütigkeit Gottes ausdrücken. Das Gesicht soll sagen “Habt keine Angst!”. Die Hände sagen “Sei beschützt und geh deinen Weg!”. Gott ist sanftmütig zu uns, wenn wir sein Gebot der Liebe und Vergebung annehmen, bewahren und einhalten.”

Seit 2016 grüßen vier Glocken vom Turm der Grabower Stadtkirche St. Georg. Die älteste fünfte Glocke ist zu jeder halben und vollen Stunde als Uhrschlagglocke zu hören.

Der geschmiedete und teilweise vergoldete Kronleuchter hängt jetzt im Turmraum der Kirche. Er wurde 1742 angefertigt und möglicherweise von der Schmiedeinnung gestiftet. Zwei vergoldete Hufeisen und die Pistole deuten auf Huf- und Waffenschmiede.

Lutherbildnis (an der rechten Wand im Chorraum) Von dem Parchimer Maler Bügel 1857 gefertigt und von C.I.P. Bollbrügge der Kirche geschenkt. Durch eine Spende von 10.000 DM konnte das Gemälde 2001 von der Restaurationswerkstatt Bresien restauriert werden

Kreuzigungsgemälde (neben der ehemaligen Fürstenloge, an der linken Seite im Chorraum) „Das Gemälde selbst stellt eine Kopie des bekannten Kreuzigungsgemäldes von Hans Memling (um 1440) dar und wurde in erstaunlicher Qualität durch den Maler C. Oesterley kopiert“ (aus dem Restaurierungsbericht der Firma Bresien).

Stadtkirche Grabow

Die Stadtkirche St. Georg ist das höchste Bauwerk Grabows. Wenn man auf die Fachwerkstadt an der Elde zu kommt, ist die Kirche aus allen Himmelsrichtungen zu sehen. Auch das am 1. Advent 2016 eingeweihte Glockengeläut ist weithin hörbar. Vom Kirchturm bietet sich ein weiter Blick über die Umgebung. Im Osten sind bei klarer Sicht die Ruhner Berge (mit 176,8 m ü. N., die zweithöchste Erhebung Mecklenburg-Vorpommerns) zu sehen. Südlich ist der Funkmast des Senders Höhbeck bei Gartow an der Elbe und im Nordwesten der Schweriner Fernsehturm zu sehen. Bis in die 1970iger Jahre diente die Aussichtplattform als Sitz der Brandwachen. Heute nisten im Turm Falken und Eulen.

Chronik Kirchturm

  • 16. Jahrhundert

    Turmuntergeschoss aus Feldsteinen, mit zweigeschossigem Aufbau, quergestelltem Satteldach mit Dachreiter und Staffelgiebeln.

  • 1725

    Stadtbrand – Die oberen Turmgeschosse brennen aus und stürzen ein.

  • 1747

    Auf dem Untergeschoss wird ein Glockengeschoss in Fachwerkbauweise mit niedrigem Pyramidendach errichtet.

  • 1764

    Durch Blitzschlag wird der Turm beschädigt und erst viele Jahre später ausgebessert.

  • 1906/07

    Rekonstruktion des Turmaufsatzes mit neuem Geläut von 3 Glocken. Die Kosten für den Bau betrugen ca. 70 000 Mark. Anbau eines Turmaufstiegs an der Südseite und Verfüllung des alten Aufganges in der Südwand.

  • 1916 +

    Die Kupferdacheindeckung.

  • 1917/1918

    Zwei Glocken sowie die Prospektpfeifen der Orgel müssen zu Kriegszwecken (1. Weltkrieg) abgeliefert werden.

  • 1925 - 1927

    Zwei neue Glocken ergänzen das Geläut. Eine elektrische Läuteanlage wird eingebaut.

  • 1940

    Die beiden größeren Glocken werden abgeholt und für Kriegszwecke eingeschmolzen. (2. Weltkrieg)

  • 1943 - 1986

    Diente die verglaste Aussichtsplattform zunächst als Fliegerbeobachtungsstelle im Krieg und dann, bis zur Errichtung des Feuerwachturmes in den Galgenbergen, als Feuerwache der Forstwirtschaft.

  • 1986

    Zu Pfingsten wird die Kugel von der Spitze des Dachreiters geborgen. Ab November wird der Wetterhahn vergoldet und die Turmkugel auf die Turmspitze montiert. Das Dach des Dachreiters wird erneuert.

  • 1987 - 1993

    Sanierung des übrigen Turmdaches. 

  • 1994

    Verfugung des Treppengiebels und Abdeckung mit Kupferblechen,  Säuberung des Turms innen vom Taubenkot,  Außensanierung des Turmmauerwerkes, Anbringen Blitzableiter,  Zifferblätter der Uhr  erneuert.

  • 2013

    Industriekletterer bessern Fugen im Staffelgiebel aus.

  • 2016

    Am 1. Advent werden vier neue Glocken eingeweiht. Die Stadt Grabow stiftet die „Friedensglocke“ (größte).

    Die Bronzeglocke von 1907 dient ab jetzt als Uhrschlagglocke.

Zum Kupferdach:

Laut Chronik der Grabower Kirchgemeinde (Propst Wendt) 5.10.1978 kommen 1,7 to Kupferplatten für die Kirchturmneueindeckung. Ein erster Reparaturversuch der Turmspitze im selben Jahr scheitert im Sturm am 20.Oktober. Am 8.Juni 1979 wird die Turmspitze repariert (Dachdecker Köcher aus Crivitz mit Mitarbeitern) „…als Gefahrenquelle beseitigt. Die Neueindeckung des gesamten Kirchturms muß baldmöglich erfolgen, die erforderlichen Schritte sind eingeleitet.“ 1982 gäbe es eine Chance – aber der (kirchliche) Kupferdachdecker darf nicht von seinen Arbeiten abgezogen werden. 1983 fliegen beim Sturm viele Zinkbleche und auch Schalung herunter auf den Kirchplatz, danach muss auf baupolizeiliche Anordnung der Kirchturm eingezäunt werden (Dieser Maschendrahtzaun konnte erst 1995 entfernt werden nach Sanierung des Turm-Mauerwerks!) 1986 beginnen schließlich die Arbeiten am Kupferdach des Turmes. Letzte Arbeiten an der Laterne lt. Chronik erst 1993, Ende der Arbeiten nach 7 Jahren am 29.Juni 1993.